Wir sind fasziniert von der Funktionalität und Ästhetik der Zweckform von Industriemöbeln, Fabrikseinrichtungen und Maschinenbauteilen. Sie wirkten bereits in den zwanziger Jahren am Bauhaus in Dessau und beim Werkbund als Inspirationsquelle und werden voraussichtlich ebenso in Zukunft als Ideenreservoir fungieren. 

(Zitiert aus «Industriemöbel, Prototypen der Moderne», MAK Wien 2011)




Im Gegensatz zu modernen Materialien wie Rohren, Platten, Blechen und anderen Halbzeugen verfügt «Schrott», wie wir Abfallprodukte und Teile aus Industrie, Maschinen- und Fahrzeugbau nennen, bereits über eine eigene Geschichte. Schrott als Werkstoff bietet eine grosse Diversität an Formen, da bei der Herstellung der Objekte oftmals die Funktionalität im Vordergrund stand. Dies führt dazu, dass wir uns bei der Entwicklung neuer Objekte häufig von der Ästhetik der ausgewählten Elemente leiten lassen. Aufgrund dessen ist das Resultat selten schon während der Entwicklungsphase bekannt. Meistens versuchen wir, eine Formensprache zu eruieren, und nehmen diese als Ausgangspunkt für die Gestaltung. Dazu kommt ein unterschiedlicher Mix aus Materialien, ursprünglichen Herstellungsmethoden, unseren Fähigkeiten und der maschinellen Bearbeitung. Dabei darf der Bearbeitungsprozess und die Patina auch im Endprodukt sichtbar bleiben, denn uns ist es wichtiger, die Perfektion im Handwerk zu erreichen. Kommerzielle Ziele und Produktionseffizienz bleiben dabei tendenziell zweitrangig.